Ein kleinerer Einstiegstarif, unbegrenztes Datenvolumen am oberen Ende und das Aus für die Flex-Tarife: Bei WEtell ändert sich im September 2026 einiges. Auch Bestandskunden sollen von besseren Konditionen profitieren. Wir zeigen Dir, welche Tarife jetzt angeboten werden, wann die Umstellung kommt und wie WEtell sparsamen Datenverbrauch künftig belohnen will.
Die neuen WEtell-Tarife im Überblick
WEtell ordnet sein Angebot neu. Der neue Nanofunk richtet sich mit 2 GB an Menschen, die unterwegs nur wenig mobiles Internet benötigen. Am anderen Ende der Auswahl steht Überschall nun mit unbegrenztem Datenvolumen. Dazwischen liegen drei Tarife mit 5, 15 und 35 GB.
| Tarif | Daten pro Monat1 | Download bis zu | Preis pro Monat2 |
|---|---|---|---|
| Nanofunk | 2 GB | 50 Mbit/s | 12 € |
| Ultrakurz | 5 GB | 50 Mbit/s | 15 € |
| Mikrofon | 15 GB | 50 Mbit/s | 17 € |
| Mittelwelle | 35 GB | 100 Mbit/s | 20 € |
| Überschall | Unbegrenzt | 100 Mbit/s | 40 € |
In allen Tarifen: 5G im Vodafone-Netz, Telefonie-Flat in deutsche Netze, SMS-Flat in deutsche Mobilfunknetze und Kündigung mit einem Monat Frist. Einmalig kommen 10 € Bereitstellung hinzu.
1 Datenvolumen in Deutschland; danach bei begrenzten Paketen bis zu 64 kbit/s. Upload bis zu 25 Mbit/s. Im Ausland gelten die Roamingbedingungen. Sonderrufnummern und Premiumdienste sind von den Flats ausgenommen.
2 Monatspreise inklusive MwSt., ohne Optionen und Rabatte. Mit dem optionalen FAIRstärker sind bei Nanofunk 1 €, sonst 1 €, 3 € oder 5 € Rabatt möglich, solange der gemeinsame Topf gefüllt ist. Freiwillige Beiträge von 1 €, 3 € oder 5 € finanzieren ihn.
Stand: 23. September 2026 · Tarife · Preislisten und Produktinformationsblätter · FAIRstärker
Bei Überschall gibt es jetzt unbegrenzte Daten in Deutschland. Die maximale Downloadgeschwindigkeit liegt weiterhin bei 100 Mbit/s – Unlimited bezieht sich auf die Datenmenge.
Was sich für Bestandskunden ändert
- Reguläre Tarife · automatisches Update
WEtell verbessert die bestehenden Verträge schrittweise und informiert Dich über Deine Umstellung.
- Flex · Wechsel bis Ende 2026
Das Modell läuft aus. WEtell meldet sich bei den betroffenen Kunden wegen eines regulären Tarifs.
Die Verbesserungen sollen auch bei bestehenden Verträgen ankommen. Laut der Kundenmail vom 18. September 2026 erfolgt das Update automatisch, ohne zusätzliche Kosten und schrittweise bis spätestens Ende 2026. Sobald eine Rufnummer umgestellt ist, informiert WEtell per SMS. Das neue Datenvolumen soll anschließend auch im Kundenbereich sichtbar sein.
Eine Besonderheit betrifft Superfunk und Megafon: Beide Tarife werden laut Kundenmail nicht mehr für Neukunden angeboten. Wer einen davon bereits nutzt, darf ihn behalten und erhält nach der Umstellung 15 GB zusätzliches Highspeed-Datenvolumen zum bisherigen Preis.
Du möchtest einen anderen Tarif wählen?
Das automatische Update Deines bestehenden Tarifs ist von einem selbst gewählten Tarifwechsel zu unterscheiden. Wer beispielsweise künftig mit einem kleineren Paket auskommt, soll Wechselwünsche über die WEtell-App oder Mein.WEtell einreichen können.
Wann die Funktion startet, bleibt noch offen: Die Kundenmail vom 18. September nennt Dezember 2026, im öffentlichen Blog steht November. Schau deshalb auf die Nachricht zu Deinem Vertrag und in Deinen Kundenbereich.
WEtell weist außerdem auf einen möglichen Anzeigefehler hin: Im Umstellungsmonat können verbrauchtes und verbleibendes Datenvolumen im Kundenbereich falsch dargestellt werden. Die SMS bei 80 Prozent Verbrauch soll laut Kundenmail trotzdem zum richtigen Zeitpunkt kommen.
Warum WEtell die Flex-Tarife einstellt
Die Flex-Tarife sollten eine einfache Idee umsetzen: Wer deutlich weniger Daten verbraucht als gebucht, bekommt einen Teil seiner Kosten gutgeschrieben. Wir hatten das Modell bereits in unserem Beitrag zur Einführung der WEtell Flex-Tarife vorgestellt.
Nach einem halben Jahr Testbetrieb im „Funklabor“ zieht WEtell nun einen Schlussstrich. Nach Darstellung des Unternehmens haben die Tarife zwar zum Datensparen angeregt. Sie brachten aber deutlich weniger neue Kunden als erhofft. Damit fehlte aus Sicht von WEtell das Wachstum, um die mit den Gutschriften verbundenen Kosten dauerhaft zu tragen.
Für Interessenten ist deshalb kein Wechsel in einen Flex-Tarif mehr vorgesehen. Wer bereits einen Flex-Tarif nutzt, muss laut WEtell bis Ende 2026 in einen regulären Tarif wechseln. Der Anbieter kündigt an, die betroffenen Kunden dazu zu kontaktieren. Das steht im September-Update zum Ende der Flex-Tarife.
Damit unterscheiden sich Flex-Verträge ausdrücklich von Superfunk und Megafon: Die beiden letztgenannten Tarife können Bestandskunden weiterführen.
YOUtell: Wirkungspunkte fürs Empfehlen und Datensparen
Den Anreiz zum sparsamen Umgang mit mobilen Daten will WEtell erhalten. Dafür hat der Anbieter sein Empfehlungsprogramm youtell um Wirkungspunkte erweitert.
Teilnehmende Privatkunden können auf mehreren Wegen Punkte sammeln:
- durch einen monatlichen Treuebonus,
- durch bestätigte Besuche über ihren persönlichen Empfehlungslink,
- durch erfolgreiche Neukundenempfehlungen,
- durch geringen Datenverbrauch: WEtell nennt dafür die Schwellen unter 50 Prozent beziehungsweise unter 25 Prozent des gebuchten Datenvolumens.
Die Punkte lassen sich für Rechnungsgutschriften, Beiträge zum FAIRstärker oder den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen. Der FAIRstärker ermöglicht vergünstigte Tarife für Menschen, denen das reguläre Angebot zu teuer ist.
Zur Teilnahme ist eine Zustimmung im Kundenbereich oder in der App nötig. Das Programm steht aktuell Privatkunden mit gültigem WEtell-Vertrag offen; Geschäftskunden sind ausgeschlossen. Einzelheiten nennt WEtell auf seiner youtell-Informationsseite.
Die Wirkungspunkte lösen die Idee hinter Flex ab, funktionieren aber anders: Wie viel Guthaben Du dafür bekommst, hängt von den jeweils angebotenen Prämien ab.
Außerdem neu: Straßenfunk und die Daten-Challenge
Straßenfunk soll digitale Teilhabe erleichtern
Mit dem Projekt Straßenfunk will WEtell Menschen ohne festen Wohnsitz den Zugang zu Mobilfunk erleichtern. WEtell stellt Tarife bereit, SHIFT unterstützt mit Smartphones und soziale Organisationen vermitteln die Pakete vor Ort. Laut Anbieter sollen im Laufe des Jahres insgesamt 35 Funkpakete ausgegeben und im Alltag erprobt werden.
Ein erreichbares Telefon kann bei der Jobsuche, beim Kontakt zur Familie oder bei der Organisation des Alltags helfen. Das Projekt befindet sich weiterhin in einer Testphase. Hintergründe beschreibt WEtell im Beitrag über Straßenfunk.
Daten-Challenge: Der Vergleich steht noch aus
WEtells Ziel für 2026: Der mobile Datenverbrauch der Community soll weniger stark wachsen als im Bundesdurchschnitt. Im ersten Halbjahr stieg er laut Anbieter pro SIM-Karte um vier Prozent. Für den Vergleich zählt also das Tempo des Wachstums.
Ob das Jahresziel erreicht wird, ist noch offen: Die passenden bundesweiten Vergleichszahlen lagen WEtell zum veröffentlichten Zwischenstand nicht vor. Bei Erfolg sollen 2027 zusätzlich 15.000 Euro in ein Gemeinwohlprojekt fließen; Vodafone beteiligt sich laut WEtell an der Finanzierung. Quelle: Zwischenstand der Daten-Challenge.
Welcher Tarif passt jetzt zu Dir?
Schau für Deine Tarifwahl zuerst auf den Verbrauch der letzten Monate. Nanofunk passt eher zu wenig mobilem Internet, Überschall zu einem sehr hohen Bedarf. Dazwischen lohnt der Vergleich der drei mittleren Pakete – oft reicht eines davon bequem aus.
Bei bestehenden Verträgen kommt es jetzt vor allem darauf an, welchen Tarif Du nutzt: Reguläre Bestandstarife erhalten ihr angekündigtes Update automatisch. Superfunk und Megafon bleiben für bisherige Nutzer erhalten. Flex-Kunden müssen sich dagegen auf einen Wechsel einstellen und sollten die angekündigte Nachricht von WEtell beachten.
Finde Dein passendes Datenpaket
Von 2 GB bis Unlimited: Vergleiche das neue Angebot mit Deinem Alltag. Wenn Du schon bei WEtell bist, schau zusätzlich in Deine persönliche Tarifmitteilung.
WEtell-Tarife ansehen **Beitragsbild: © WEtell
Öffentliche Quellen zum Tarif- und Programmstand: Tarifupdate 2026, YOUtell-Bedingungen und das oben verlinkte September-Update zu Flex.

