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Robust sein, ohne wie ein Ziegelstein auszusehen – das versprechen viele. Beim Volla Phone Plinius wirkt das ausnahmsweise plausibel: schlank gebaut, IP68-geschützt, mit austauschbarem Akku, lokaler KI und einem Betriebssystem, das konsequent ohne Google-Dienste auskommt. Die Idee dahinter ist simpel: weniger Cloud-Abhängigkeit, mehr Kontrolle – und ein Smartphone, das nicht nach zwei Jahren “aus Versehen” wegoptimiert wird.

Volla Phone Plinius von vorn und hinten – Google-freies Smartphone mit Volla OS und großem Kameramodul.
Volla Phone Plinius: schlankes, robustes Google-freies Smartphone mit Volla OS und markantem “Aus-Schalter”.

Weniger Datenhunger, mehr Selbstbestimmung

Volla positioniert das Plinius als Gegenentwurf zu den üblichen Mainstream-Smartphones: statt “Konto hier, Cloud da, Tracking überall” setzt man auf Google-freies Android, lokale Verarbeitung und ein Bedienkonzept, das Aufgaben schneller erledigen soll – ohne App-Zirkus. Und hier zeigt sich, warum das Thema Nachhaltigkeit mehr ist als nur eine Frage des Materials: Nicht nur Material und Reparierbarkeit zählen, sondern auch die Frage, wie viel Datenverkehr (und damit Rechenzentrumsarbeit) ein Smartphone im Alltag produziert.

Volla OS: Sicherheitsmodus statt Bauchgefühl

Hand hält das Volla Phone Plinius – Google-freies Smartphone mit Volla OS im Einsatz.
Im Alltag soll das Ganze vor allem eines sein: unkompliziert – mit Privatsphäre, lokaler Datenverarbeitung und klarer Bedienung.

Volla OS mit “Aus-Schalter” fürs Netz

Viele Geräte werben mit Datenschutz – am Ende heißt das oft: Man muss sich alles mühsam selbst zusammensuchen. Volla macht es greifbarer: Hier ist der spannendste Punkt der Sicherheitsmodus, mit dem sich Internetverbindungen gezielt blockieren lassen. Apps können bei Bedarf komplett eingefroren werden, damit im Hintergrund nichts funkt, was nicht funken soll. Das klingt erstmal technisch, ist im Alltag aber erstaunlich praktisch – etwa für Apps, denen man nur selten vertraut, aber manchmal trotzdem braucht.

Wenn du Volla OS grundsätzlich einordnen willst: In unserem Artikel zum Google-freien Ansatz findest du die Hintergründe.

Tippen, schreiben, erledigen – direkt vom Homescreen

Der Volla Homescreen setzt auf ein intelligentes Textfeld: Du tippst, was du vorhast (Anruf, Nachricht, Notiz, Suche), und das System bietet passende Aktionen an. Dazu werden Apps automatisch gruppiert und häufig genutzte nach vorne sortiert. Klingt unspektakulär – ist aber genau die Sorte Komfort, die man schnell zu schätzen lernt. Und das ohne Datensammelei im Hintergrund.

Lokale KI ohne Cloud

Das Buzzword „KI“ klebt inzwischen auf fast jeder Verpackung. Der Unterschied bei dem Plinius ist, dass die Supportive Intelligence ausschließlich lokal läuft – also ohne Datenabfluss in eine Cloud. Konkret nennt Volla Verbesserungen bei Spracherkennung (inkl. Interpunktion), Sprachsynthese sowie eine KI-Fotooptimierung (Farben/Kontraste/Schärfe) in der Kamera-App.

Zur Einordnung: „Lokal“ heißt nicht automatisch “perfekt”. Aber es ist ein ehrlicherer Deal: Mehr Funktionen, ohne dass im Hintergrund ständig ein Server mitliest.

Nahaufnahme der Rückkamera vom Volla Phone Plinius – Triple-Kamera und lokales KI-Feature in der Kamera-App.
Kamera-Detail des Volla Phone Plinius: Triple-Kamera mit KI-gestützter Fotooptimierung (lokal auf dem Gerät).

Hardware: IP68, 5G, eSIM, Wechselakku

Das Plinius ist IP68 gegen Wasser und Staub geschützt und bleibt trotzdem relativ schlank. Dazu kommen 5G, Nano-SIM + eSIM, microSD-Erweiterung bis 1 TB und ein Chipsatz (MediaTek Dimensity 7300), der genug Reserven für Alltag, Navigation, Kamera und auch KI-Funktionen mitbringt.

Der nachhaltigste Punkt sitzt aber unter der Rückseite: Der Akku (5.300 mAh) ist wechselbar – laut Hersteller mit einem handelsüblichen Schraubenzieher. Das ist heute leider wieder ein “Feature”, obwohl es früher normal war.

Austauschbarer Akku für ein längeres Geräteleben

Der Punkt ist schlicht: Ein Akku ist ein Verschleißteil. Wenn man ihn tauschen kann, steigt die Chance, dass ein Smartphone länger genutzt wird – und genau das ist oft nachhaltiger als jedes “Eco”-Label. Wer schon mal ein Top-Gerät ausmustern musste, weil die Laufzeit in den Keller ging, weiß: Das ist kein Luxusproblem – das passiert ständig.

Plinius vs. Plinius Plus: Preise & Verfügbarkeit

Volla bringt zwei Varianten:

  • Volla Phone Plinius (8/128 GB): 598 €, angekündigte Auslieferung ab April 2026
  • Volla Phone Plinius Plus (12/256 GB): 698 €, angekündigte Auslieferung ab Juni 2026 – mit besonders robuster Rückseite und Pogo-PIN für Zubehör

Am Ende kommt es darauf an, wie du dein Smartphone nutzt: Mehr RAM/Speicher sind nett – aber wenn du ohnehin viel auslagerst oder kaum Apps hortest, kann die Basisversion völlig reichen.

Technische Details, Varianten und Verfügbarkeit findest du auf der offiziellen Produktseite von Volla.

Ubuntu Touch & Multi-Boot: ein Smartphone, zwei Welten

Für Tüftler – oder für alle, die Linux gern auch in der Hosentasche hätten – ist das ein netter Bonus: Als Alternative zu Volla OS kann Ubuntu Touch gewählt werden. Außerdem nennt Volla eine Multi-Boot-Funktion, mit der sich ein zweites System von Speicherkarte starten lässt.

Ein Hinweis aus der Praxis: Ubuntu Touch wirbt zwar mit “Konvergenz” (Smartphone als Desktop-Ersatz am Monitor). Ob das in jeder Kombination reibungslos klappt, hängt aber am Ende auch an Hardware-Unterstützung und Zubehör. Das ist ein Pluspunkt – aber wahrscheinlich nicht der Hauptgrund für den Kauf.

Stark für Privacy-Fans – und interessant für alle, die länger nutzen wollen

Das Volla Phone Plinius ist ein bewusst “anderes” Smartphone: Google-frei, auf Kontrolle ausgelegt, mit echten Alltags-Hebeln für Datenschutz (Sicherheitsmodus) – und mit einem Wechselakku, der das Gerät schlicht länger im Rennen hält. Wer Outdoor-taugliche Robustheit will, aber keine klobige Baustellen-Optik, bekommt hier eine ungewöhnlich runde Kombination.

Wenn du dagegen vor allem das günstigste Gerät suchst oder maximale App-Kompatibilität ohne Basteln erwartest, ist das Plinius wahrscheinlich nicht die naheliegendste Wahl. Wer aber digitale Souveränität ernst meint, sollte einen näheren Blick drauf werfen.


Bildnachweis: © Volla Systeme GmbH

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